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JVA...

Ich hatte ja schon einmal kurz erwähnt, dass wir ein Jugendgefängnis in Diadema besucht haben, aber vielleicht interessierts euch ja, wie das so war. Schließlichist das schon etwas ..anderes.

Rein kamen wir durch Vitamin B, Markus, unser Reiseleiter könnte man so sagen, kannte den Direktor, der vorher in einem Gefängnis gegenüber gearbeitet hat, in Kooperation gabs da Englischkurse für die Jungs.Frage nach dem Pass, ich und ein anderer haben die Kopie nicht dabei, dürfen trotzdem mit.

Zuerst gehts nach oben, wir sind die ersten Besucher die auf die Mauer dürfen, und laufen einmalkomplett drum herum und sehen die komplette Anlage von oben. Die Häftlinge sind auch zu sehen, viele spielen Fußball. Als uns erzählt wird, alle die hier drin sind haben mindestens jemanden umgebracht wird mir ganz schön komisch.

Und dann ging es rein. Wir dürfen die Arrestzelle sehen, mit Häftling...Dann heißt es wir dürfen in eins der vier Abteile. Zu denen die nicht zum ersten Mal da sind. Da war ich dann doch etwas schockiert weil ich damit gar nicht gerechnet hatte. Da standen wir dann, komisches Gefühl, und konnten wenn wir wollten alle begrüßen und die Hand geben. Hab ich dann auch gemacht, ich kam mir sowieso schon vor wie ein Zoobesucher und wollt mich nicht noch mehr so verhalten. Haben aber auch nur ein paar nicht gemacht.

 

Markus und der Direktor haben mit denen gesprochen, kurz erklärt wer wir sind und weshalb wir hier sind. Markus, Pastor übrigens, hat dan noch eine kurze Andacht gehalten. Danach konnten sie weiter Fußball spielen und wir durften uns die Zimmer, oder vielmehr Zellen, ansehen.

Dann ging noch in einen anderen Trakt, da war grade erstes Rugbytraining. Haben mit einem Jungen geprochen, oder vielmehr er mit uns, ich glaube 17 war der, hat uns erzählt dass er sich bekehrt hat und sich ändern will wenn er rauskommt. Dazu lässt sich sagen dass der Direktor die Rückfallquote innerhalb einem Jahres von 98 auf 20 Prozent reduzieren konnte, echt bemerkenswert. Nach inem kleinen Käffchen ging noch einmal zurück zu denen dei denen wir vorher waren, denn da war grad Capuera angesagt.  Also es kommt Regelmäßig ein Team, und die tanzen dann mit denen.


Danach war die Führung beendet, für uns gabs noch Brötchen, Saft und Kaffe, Pläuschchen mit dem Direktor und dann ging es wieder nach draußen, ab zu unserem Hotel. Andere, traurige Welt wieder ausgeknipst, so kams mir fast vor. Damit konfrontiert zu werden war für mich echt mal eine ganz andere Herausforderung.

 

Nachtrag: Es gibt auch Bilder, aber die sind so blöd und wollen nicht aufgehen. ;-)

30.4.10 21:26
 


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